Corona - was nun?


 

Nicht umsonst haben wir uns für den Namen

"Bremen-Norder-Kreativisten" entschieden...

Unsere Mitglieder sind kreativ und fleißig, und dass wir

uns von so einem Virus nicht unterkriegen lassen,

könnt ihr in den nachfolgenden Interviews lesen.

 


 

Zum Glück habe ich kein Corona-Virus, aber ein weitaus ungefährlicheres,

 

DAS SOCKENVIRUS...Ute Schulze

 

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Das Interview geführt mit Abstand am Telefon/PC - durch B.F.  am 25.10.2020


Wir haben vor Corona vieles im Leben als selbstverständlich hingenommen, jetzt erkennen wir, es ist nicht selbstverständlich

        Barbara und Klaus-Peter Falck

Glückwunschkarten

aus verschiedenen Materialien

Barbara, was hast du in der Zeit ohne Ausstellungen gemacht? Geweint?

Wenn ich ehrlich bin, ein bisschen - mir fehlen die Ausstellungen, aber die Corona-Zeit brachte mir Muse, mich um mein Atelier zu kümmern.

Ein neuer Schrank, neue Anordnungen, endlich konnte ich in Ruhe die Accessoires sichten, neu sortieren und einräumen.

 

Aufräumen, Einräumen ist irgendwann mal erledigt und dann?

Die anfänglich verlorene Freude, Karten zu gestalten, kam, als von treuen Kundinnen und Kunden, Kartenbestellungen eintrafen. Es machte wieder richtig Spaß und die Ideen purzelten. Karten in Sondergrößen A3 entstanden und ich hatte endlich einmal Zeit ausführlich zu experimentieren.

      Des weiteren fordert mich die Homepage unserer „Bremen-Norder-Kreativisten“. Schön ist, wenn man sehen kann, wie eine Seite nach der anderen entsteht, und viele der fleißigen Kreativisten Ideenreiches Interessantes dazu beisteuern.

           Außerdem haben wir uns einen Schaukasten zugelegt, der jetzt am Eingang zu unserem Haus steht. Vorbeikommende Passanten sollen unsere neusten Karten nicht nur auf der Homepage,

sondern auch im Original betrachten können. Das finden wir besonders wichtig für Menschen, die die Möglichkeit mit dem Internet nicht nutzen können.

 

Was wünscht du dir für die nächsten Monate, Klaus?

Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit...

und er fügt hinzu:

Mit dem Kontakt nicht übertreiben, nutzt die Zeit zum Karten schreiben


                                                                                                                                                                                                                            Interview am 25.10.2020


Corona - Zeit zum  Nachdenken und Umkrempeln

Petra und Ulli Mangels

 

 

Obwohl unsere  Ausstellungen alle abgesagt wurden, hattet ihr in der letzten Zeit viel zu tun, Ulli!

Ja, das stimmt.Die Corona-Einschränkungen haben uns die Zeit verschafft, über verschiedene Abläufe, Investitionen und neue Produkte nachzudenken und diese auch einzuführen.

 

Das hört sich richtig professionell an, was habt ihr gemacht, Petra?

Wir haben die Corona-Zeit genutzt und umgekrempelt. Für mein Gewerk„Glaskunst“ richteten wir einen größeren "Glas- Fusing- Arbeitsraum"ein, um optimal strukturierte Arbeitsabläufe zu erreichen.

Zusätzlich schafften wir einen größeren Glasbrennofen, einen Tellerschleifer und eine Ständerbohrmaschine an.

Ich stelle jetzt auch Glaskunst im Glassiebdruckverfahren her und 

mit den Wand- und Tischuhren  habe ich mein Angebot erweitert.

 

Und bei dir hat sich auch eine Menge getan, Ulli?

Ja, meine Werkstatträume „Holzkunst“ sind verändert und

komplettiert worden.

Wir kauften eine Lasergravureinrichtung, damit wir auch auf Wunsch der  Kundinnen und Kunden persönliche Gravuren, zum Beispiel aus einem Foto heraus, auf vielfältigen Materialien fertigen können.

Die vorhandene Werkstatt wurde deshalb auf die neuen

Anforderungen umgestellt. Dazu haben wir einen individuellen Arbeitstisch gebaut, auf dem alle erforderlichen Werkzeuge

griffbereit sind. Eine Präzisionstischkreissäge und ein Dickenhobel mussten ebenfalls angeschafft werden.

Aber auch bei mir entstehen immer wieder neue Produkte, z.B. Untersetzer im Leimverfahren in verschiedenen Größen und Mustern und Fledermausnistskästen.

 

Fledermausnistkästen? Wie kommt ihr denn auf Fledermausnistkästen?

Vor ein paar Wochen entdeckten wir bei uns eine verletzte Fledermaus, die wir einem Experten aus Bremervörde übergaben. Letztendlich landete die kleine Maus in Hannover bei einer 80 jährigen Tierärztin. Wir erfuhren, dass die Fledermaus ganz oben auf der Artenschutzliste steht. Diese Koryphäe  setzt sich  großartig ein, um diese Art zu retten. Sie macht sogar manchmal bei den Fledermäusen Kaiserschnitte, um

bei der Geburt der Babys zu helfen. Dadurch haben wir verstanden,

wie es um die Tierchen steht und wollen das mit unseren

Fledermausnistkästen bekannt  machen.

 

Dann sollten alle Leserinnen und Leser gleich einen Kasten bei dir bestellen? Sind die Lieferzeiten lang?

Na, eigentlich nicht! Nur sind wir aktuell dabei, unseren Lagerraum umzubauen und einen Arbeitszimmerbereich zu integrieren, da Petra vor kurzem die Funktion der Ausstellungsorganisation der „Bremen-Norder-Kreativisten“ übernommen hat.

 

Man kann nur hoffen, dass das Corona-Virus bald bekämpft ist, sonst wird aus eurem Wohnzimmer auch noch eine Werkstatt...

Keine Angst, die produktionsfreie Zeit hat zwar einiges an Investitionen gekostet, aber wir sind mit unseren Aktivitäten jetzt sehr zufrieden.

Ohne die ausstellungsfreie Zeit hätten wir diese doch sehr zeitintensiven Änderungen und vor allem strukturierten Verbesserungen  nicht einführen können.

 

Und beide rufen im Chor:

"Hoffentlich ist Corona bald vorbei, es wird alles viel zu teuer...!" 

 

Das Interview geführt mit Abstand am Telefon/PC - durch B.F. und Text U.M. + B.F. am 19.10.2020


 Wie die "Springflut-Initiative" eine Chance eröffnet

Der erste "Pop-Upper" unseres Vereins

Günter Uden

 

"Günters Nähkörbchen", war ja in der vergangenen Zeit „Günters Maskenkörbchen“?

Wir haben eine Unmenge an Masken genäht. Jede dritte Maske, die

wir verkauft haben, wurde für die Aktion bei den

Bremen-Norder-Kreativisten gespendet.

 

Und das waren nicht wenige! Jetzt gibt es Masken überall zu kaufen, Ausstellungen dürfen nicht stattfinden, steht die Nähmaschine still?

Natürlich nicht, ich habe mich mit meiner Familie in der ausstellungsfreien Zeit um eine weitere Möglichkeit gekümmert,

meine handgenähten Sachen zu präsentieren und zu verkaufen.

Dabei lernten wir die "Springflut Initiative" kennen und nach

weiteren Überlegungen haben wir uns dazu entschlossen, einen

"Pop-Up-Store" zu eröffnen.

 

"Springflut-Initiative"?; "Pop-Up-Store"? Wer oder was ist das?

Die Springflut-Initiative gibt es schon länger, nicht nur in Bremen

und Bremerhaven. Sie ist gegründet worden, um zentrales und

gezieltes Verkaufen zu fördern und um den Leerständen der

Geschäfte entgegen zu wirken. Das erzielt man durch einen

"Pop-Up-Store".

 

Man muss sich das so vorstellen: Ein Laden, der lange Zeit leer

stand, wird kurzfristig zum Einzelhandelsgeschäft. Wenn man

also seine Produkte bekannt machen möchte, mietet man sich für

eine kurze Zeitspanne so ein Geschäft und richtet es provisorisch

ein. Jetzt sind wir bei der Planung der Ladeneinrichtung, um ein

attraktives Ambiente zu schaffen.

 

Wann und wo kann man euch dort sehen?

Vom 2.12. bis 12.12.2020  in  Bremerhaven,Bürgermeister-Smidt-Str.134

                              Montag bis Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr


Das Interview, geführt mit Abstand am Telefon/PC, durch B.F. und Text G.U. + B.F. am 17.10.2020


Bei Corona denke ich an ein stillgelegtes Leben

und übervolle Bastelkisten

 

Vom Basteln und einer neuen Frisur

Gisa und Bernd Mai

 

 

Das gepostete Bild von Gisa - mit kurzem Haar, grau gefärbt - überrascht mich...

Das ist meine Corona-Frisur, sagt Gisa, diese Frisur wiederspiegelt mein jetziges Empfinden! Aber das eingeschränkte Leben lässt nicht nur die Haare grau werden...Es füllt die Kisten mit den kreativen Bastelsachen. So habe ich meine Leidenschaft, das Stricken und Häkeln wiederentdeckt. Entstanden sind Dreiecktücher, natürlich in einem schönen Karton verpackt, nebenbei ein paar Lichterflaschen und Blumenkränze. Die Blüten der Kränze sind aus Stoff und alle einzeln zusammengesetzt. 

 

Das sieht nach großer Bastelfreude aus?

Es macht einfach Spaß, etwas Neues oder Altes auszuprobieren, und man kann sich dabei so schön von den Alltagssorgen und Ereignissen ablenken.

 

 Das Interview, geführt mit Abstand am Telefon/PC,  durch B.F.  und Text G.M. am 16.10.2020


      Ich vermisse die Umarmungen

 

Vom Schäfchen

zur kunstvollen Skulptur -

Christine und Reinhard Tenzler

Ich habe mich an die Corona-Regeln schon gewöhnt

Reinhard Tenzler


Christine, wie empfindest du die Zeit der physischen und psychischen Einschränkungen durch Corona?

Ich bin mir der Ernsthaftigkeit der Situation völlig bewusst, aber Angst oder Panik habe ich vor dem Virus nicht.

 

Wie verbringst du die Wochen in denen keine Ausstellungen mehr stattfinden dürfen?

Meine Bastellust ist verflogen!

 

Heißt das, du sitzt gelangweilt am Fernseher?

Nein überhaupt nicht, Reinhard fordert meine Kreativität bei der Vermarktung seiner neuen Produkte als Werbemanagerin im Internet.  Außerdem fordert mich die Vereinsarbeit als Vorstandsvorsitzende.

 

Reinhard, du hast wohl das Hobby deines Lebens entdeckt?

Ja, das kann man so sagen. Das Arbeiten mit Edelstahl, Biegen und Schweißen und dabei kreativ sein, erfüllt mich vollkommen. Ich kann

bei meiner Arbeit  innen in der Werkstatt und  draussen im Garten arbeiten.

 

Von Schäfchen, zu Gürtelschnallen und jetzt Figuren für den Außenbereich, ich habe den Eindruck, die Arbeiten werden immer größer, brauchst du vielleicht bald eine große Werkshalle?

Nein, das glaube ich nicht, aber die neuste Figur, unser "Lockvogel",

ist 1,55 Meter hoch.

 

Was vermisst du denn in der Zeit der Einschränkungen?

Die Freiheit, meine Familie, Freunde in den Arm nehmen zu können, wann ich will!

 

Danke euch für den Einblick.

 

Das Interview -geführt mit Abstand am Telefon - durch B.F. am 16.10.2020

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Schützt euch, haltet Abstand

 

und bleibt bitte gesund!


Redaktion B. Falck Oktober 2020