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Ankündigung im Weser Report 24.10.2021- Wer noch mehr lesen möchte,

weitere Artikel findet ihr unter  Pressemappe 2021


Einer von UNS

 

 

        Torsten Kriete -  ein Porträt


Grüne Gärten, Einfamilienhäuser, Stille: die Gegend ist sehr ansprechend durch die ich fahre, um Torsten Kriete in Grambke zu besuchen. In seiner Wohnung empfängt er mich mit Herzlichkeit. Der Kaffee ist gekocht und „wir können gleich loslegen“, sagt er. Überall stehen Bilder von seiner kürzlich verstorbenen Frau Renate. Die Bilder zeugen von Liebe, Vertrautheit und Güte.

Wie kann ein Mensch in so jungen Jahren damit umgehen?

Das Schicksal hat es mit Torsten nicht immer gut gemeint. Vor 11 Jahren, er arbeitete als Schlosser, erlitt er einen schweren Arbeitsunfall und ist seit dem körperlich stark beeinträchtigt. Er hat die Arbeit als Schlosser gern gemacht, aber es gab durch den Unfall kein zurück und er musste sich mit dem Frührentner-Dasein abfinden. 49 Jahre war er zu diesem Zeitpunkt. Manch einer steckt dann den Kopf in den Sand. Torsten nicht!

Er suchte sich ein Hobby, mit dem er nicht so stark körperlich belastet wird und eignete sich das Arbeiten mit Holz nach und nach an.

Anfänglich entstanden einfache Deko-Artikel, jetzt werden die Sachen immer umfangreicher und schwieriger.

Er fertigt Adventsbögen mit Beleuchtung, Schalen mit geschwungen Holzelementen, Weihnachtspyramiden und Kerzenleuchter, um nur einiges zu nennen. Ein Motorrad auf einen Ständer, ein Pferd und Vögel: Die Produkte sehen alle aus, wie von einer Maschine gemacht. Sind sie aber nicht. „Ich habe mir eine teure Dekupiermaschine gekauft, mit der kann ich diese Dinge prima erarbeiten“. Für die Kinderzimmer sägt und bemalt er Figuren von Micky Maus bis Bambi. Er ist begeistert, dass ich alles fotografiere und fügt ganz stolz hinzu:

Für viele Objekte hat Renate Schablonen gemalt und die besonderen Farben hat sie auch ausgesucht“. Sie hat ihn mit Rat und Tat unterstützt. Jetzt ist sie nicht mehr da, und sie fehlt so sehr.

Wir reden und reden und er holt immer wieder neue Objekte, die ich bestaunen darf,

ein Porträt auf einem Ständer von einem Foto umgesetzt, eine Kräuterpyramide oder einen kleinen Balkontisch. Ich komme aus dem Staunen nicht heraus.

Gemeinsam gehen wir in den Garten zu seiner Werkstatt. Dort ist auch alles aufgeräumt und sauber. Stolz zeigt er mir seine Werkzeuge und Maschinen, die Schränke, die er alle nach und nach selbst angefertigt hat.

Auf dem Arbeitstisch steht eine riesige Weihnachtspyramide. „Das wird meine größte für die Weihnachtsausstellung“. Und auch ein Kinderstuhl aus dem letzten Jahrhundert wartet auf seine Fertigstellung.

An zwei bis drei Ausstellungen im Jahr kann ich mich beteiligen, sonst wird es körperlich zu viel“, sagt er.

Wir verabschieden uns herzlich und ich fahre mit dem Gedanken, hoffentlich kann ich das alles wiedergeben, beseelt von so viel Einfallsreichtum und Können.

 

 

Barbara Falck im August 2021


"Wunner Watt", dass es so etwas gibt: Diese Kreativisten sind uns ein Vorbild!

"WunnerWatt" die Zweite

Schon wieder ist ein Jahr vergangen und unsere Ausstellungen mussten erneut abgesagt werden. Jammern hilft nicht!

Anette und Günter Uden "Güntis Nähkörbchen" starten nochmals als *PopUpper *in Bremerhaven durch.

Diesmal ist der Laden größer, und so beteiligen sich Petra und Ulli Mangels mit "HOGLA", Christine und Reinhard Tenzler mit "ReT-Design" 

 


  Zur Erinnerung, die Pop-Up-Läden kann man durch die Förderung der Stadt Bremerhaven (auch in Bremen möglich) günstiger und für eine kurze Zeit mieten. Das bedeutet: weniger Leerstand, attraktive Fußgängerzonen, Einnahmen für die Vermieter,

wechselnde   Angebote für die Kunden und für die Unternehmer ein Versuch, abzuschätzen, ob die eigene Ware interessant ist.

Die "Lütte Sail" gibt Hoffnung auf interessiertes Publikum. Und für dieses Publikum wurde schon vor einigen Monaten begonnen,  die Waren herzustellen. Das Sortiment umfasst dann die attraktive  Kombination von Stoff, Glas und Edelstahl. 

 

Taschen, Platzdeckchen, Federmäppchen, Schäfchen in vielen Ausführungen und Skulpturen mit Schiffen, Segelbooten, Leuchttürmen, Seehund, Walfluken, Möwen und vieles mehr,  werden die Menschen dann erfreuen. 


„Die erste kreative Kooperation"  oder   „Füße stillhalten, bei uns nicht!“

 Reinhard Tenzler hatte schon in den letzten 3 Jahren

durch einen neuen Zweig bei „Schaf & Co.“, auf sich

aufmerksam gemacht. Er fertigt zusätzlich zu den Schäfchen, individuelle Gürtelschnallen aus Edelstahl. Aber dabei

blieb es nicht.Corona brachte Zeit zum Denken und Handeln.

 

Es entstanden Figuren aus Edelstahl,

wunderbare Gartenskulpturen, in vielfältigen Ausführungen.

Vervollkommnet wurden die Arbeiten jetzt,

als von „HoglaPetra Mangels hinzukam und die Figuren mit bunten Glasarbeiten bestückte. Diese werden im Glasschmelzverfahren hergestellt.

 

Und so schauen  „Zaunis“, auf fast jeden Gartenzaun aufsteckbar, der Eckengucker „Ecki“, die Walfluke „Fluki“, Vögel und Blumen u.v.m.

in vielfältigen Farben aus vielen Gärten.

Der Erfolg ist enorm. Reinhard musste nun seine Werkstatt größer

und effektiver gestalten. Petra genießt ihren neuen Brennofen, da dort mehr Glasarbeiten gleichzeitig gebrannt werden können. Ulrich Mangels unterstützt sie, wo er kann.

 

Christine Tenzler ist für das Vermarkten zuständig, sie entwickelt Ideen und macht Verbesserungsvorschläge.

 

Jetzt fehlen uns nur noch die Ausstellungen, die netten Gespräche mit den lieben Kunden, Ausstellern und das Flair.

Aber irgendwann, vielleicht in naher Zukunft, werden alle

wieder ausstellen dürfen.

 

 

Die erste bunte Kooperation

innerhalb unseres Vereins

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reinhard Tenzler

von "Ret-Design" (Bildmitte)

 

und Petra Mangels

von "Hogla" (Glas)(links)

          

 

Der Eckengucker "Ecki" ist auch mit dabei. (Bildmitte)

 

 

 Fachsimpeln mit Petra und Reinhard:

 

Als erstes wird eine Schablone angefertigt und die Figur auf die Edelstahlplatte übertragen, erzählt Reinhard T. begeistert,

mit dem Plasmaschneider ausgeschnitten, dann mit der Flex

bearbeitet und anschließend mit Hilfe rostfreier Edelstahlelektroden verschweißt. Edelstahlbeize schützt die Schweißstellen.

Petra kommt ins Spiel, wenn die Figur fertig gebogen ist. Sie misst die Teile aus und wählt die Farben des Glases. Zwischen zwei Glasplatten kommen Glaskrösel, die dann, nach dem Schmelzen, den schattierenden Effekt bringen. Der Vorgang dauert von 18 bis 20 Stunden.

Petra bildet sich kontinuierlich bei namhaften Glasbläsern und Glasschmelzern weiter. "Ich bin mittlerweile vom Arbeiten mit Glas besessen!", sagt sie lachend.